Schützenwesen

Tradition und soziales Miteinander in der Gegenwart:

Als einzige bürgerliche Vereinigung überstanden die Schützen
in ungebrochener Tradition
vom Mittelalter bis heute den Wechsel der Zeiten.
Von Anfang an haben sie, wie wir es heute nennen,
demokratische Prinzipien vertreten.

 

 

 

 

 

 

 Weihnachtspreisschießen für alle Mitbürger

Weihnachtsmann Gesicht

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Chronik 25 Jahre Damenabteilung im SV Evern e.V.  1965 – 1990

Eigentlich begann unser Dasein im Jahre 1964. Wir liefen unter dem Punkt „Verschiedenes“. Um dieses nochmal zu belegen, zitieren wir aus dem Protokoll der Jahreshauptversammlung vom 22. Februar die im Gasthaus Deike stattfand, wie folgt:
interessierte Damen sollen wegen der Bildung einer Riege angesprochen werden.

Von diesem Tage an ging es mit uns bergauf. Unsere anerkannte „Geburtsstunde“ begann in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung, die am 03. April 1965 im bereits oben genannten Gasthaus stattfand. Im Protokoll ist zu diesem Punkt zu lesen:

„Entsprechend der Einladung vom 30.03.1965 fand heute im Gasthaus des SB. Deike eine außerordentliche Mitgliederversammlung statt. Hierzu eingeladen waren alle, an der Gründung einer Damenriege interessierten Personen, sowie alle Schützenbrüder. Es waren anwesend vier Vorstandsmitglieder männlich, 14 Damen und 16 Schützenbrüder. SB Schlombs leitete die Versammlung und eröffnete diese um 20:30 Uhr. Er übermittelte die Grüße des Vorsitzenden der wegen Ortsabwesenheit an der Teilnahme verhindert war. Er berichtete ausführlich über Sinn und Zweck der zu gründenden Damenriege und bat alsdann um Wortmeldungen. Es stellte sich heraus, daß alle anwesenden Damen an einem Eintritt sehr interessiert sind. Sie bekundeten einstimmig in den Schützenverein Evern eintreten zu wollen. SB. Schlombs nahm den Eintrittsantrag an und erklärte damit die Gründung der Damenriege für vollzogen und bat darum die Eintrittserklärungen in schriftlicher Form abzugeben.
Alsdann erfolgte die Begrüßung als Schützenschwestern.
Als Vertreterin der Damenriege wurde H. Bartels (Helga) mit 9 Stimmen gegenüber A. Schröder (Anneliese) mit 5 Stimmen in dem erweiterten Vorstand gewählt. Einstimmig zu Schießwart der Damen erfolgte die Wahl des SB Otto Schröder. Die gewählten nahmen die Wahl an. Über die zu wählende Uniform wollte die Damen sich in Kürze entscheiden, damit diese zum nächsten Schützenfest getragen werden können.
Da keine weiteren Wortmeldungen vorlagen, schloss SB Schlombs die Versammlung um 22:30 Uhr.“

Bezugnehmend auf die Uniform ist zu berichten, dass diese einen Abend vor Schützenfest beginn angeliefert wurden und einige Mängel in der Form aufwiesen. Die Nähmaschinen standen in diese Nacht in so manchen Haushalt bestimmt nicht still. Wollte man doch ein einheitliches Bild repräsentieren.
Weiterhin ist zu berichten, daß zwischen der Gründung und dem bevorstehenden Schützenfest nur fünf Wochen zur Verfügung standen, um die Damenkönigin des Jahres 1965 auszuschießen.
Da schießen fand zu dieser Zeit im Gasthaus Deike statt. Um die Damenkönigin zu ermitteln, wurden Schießtage festgelegt, an denen die Damen sitzend, auf Sandsack aufgelegt, schossen.

Die erste Damenkönigin wurde Wilma Gerstler.

Als Besonderheit ist zu erwähnen, dass die Damen sofort nach Ihrem Eintritt in den Verein gegangen Freihand zu schießen. Auflage wurde nur geschossen, um die Königswürde zu erringen. Erst wesentlich später wurde dazu übergegangen mehr Auflage als Freihand zu schießen.
Im Laufe der Zeit wechselten wir auch einige Male unsere Schießstätte. Wir zogen von der Gasstätte Deike über Bertram in die Rethmarsche Schützenklause. Anschließend, im Jahr 1982, weihten wir endlich unser eigenes Schützenhaus in Evern ein.
Dieses wurde in Eigeninitiative aus der alten Grundschule in ein gemütliches Heim für Schützen umgebaut. Ihren Beitrag leisteten hierzu alle Mitglieder.

Während der 25 Jahre erweiterte sich unsere Damenriege stetig. Die Schützinnen verstanden es, dass Schießen mit der Geselligkeit zu verbinden. So manche Fahrradtour, Besichtigung oder Grillfeier wurde zum fröhlichen Ereignis.

1988 erhielt der Verein auch seine ersten weiblichen Schießsportleiterglieder.
Ebenso hat sich ein schöner Brauch in unserem Verein durchgesetzt. Wir haben es uns zu einer ehrenvollen Aufgabe gemacht, zu den Trauungen unserer Schützenschwestern Spalier zu stehen. Diese Ehrung wollen wir auch unseren Schießsportleitern erweisen, da diese sich wöchentlich zum Wohle unseres Vereins uneigennützig zur Verfügung stellen.

Wir wünschen uns für die kommenden Jahre, dass die Gemeinschaft unseres Vereins fortbesteht und jeder daran denkt:

Ein Dorf ist keine Stadt, sondern eine kleine Gemeinschaft.

Schützentradition in Evern

Die erste urkundliche Erwähnung von Schützenfesten in Evern datiert aus dem Jahre 1864. Das bedeutet, dass die Bürger von Evern die Tradition des Schießwettkampfes schon lange vor Gründung eines Schützenvereines ge­pflegt haben. Die Vorläufer sind sicher in den Schießübungen der Freien-Kompanien zu suchen.

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