900 Jahre Evern - Jubiläumsjahr 2017

2017 feiert Evern den 900. Geburtstag. Hierzu werden verschiedene Veranstaltungen und Aktivitäten  durch die örtlichen Vereine und in Arbeitsgruppen vorbereitet.  Abgestimmt werden diese innerhalb der Veranstaltungsgemeinschaft, in der alle Vereine vertreten sind.

Zum Jubiläumsjahr ist am 28.Jan. 2017 eine Auftaktveranstaltung vorgesehen. Höhepunkt  wird die Jubiläumsfeier im Rahmen des Volks und Schützenfest Evern vom  09. bis 11. Juni 2017 auf dem Dorfplatz.

 

Sankt Georg ist die Keimzelle

Ein Drachenheiliger als Schutzpatron: Im Kampf gegen die heidnischen Wenden erwählten sich im Mittelalter die „Freien“ aus Evern für ihr Gotteshaus den Drachentöter St. Georg.
,,Sünte,Jürgen“ , wie der heilige Georg in plattdeutscher Sprache heißt, gilt als Keimzelle des Kirchspiels Haimar.

Eine Urkunde aus dem Mai 1117 bezeugt: Wir wo1len, daß allen Gläubigen Christi kund und zu wissen getan werde, daß Graf Adelbert von Haimar Zustimmung seines Sohnes Berthold einen Tausch eingegangen ist gegenüber dem Priester Adälbert an der Mutterkirche in Lühnde“.
Dem Pfarrer übereignete der Großgrundbesitzer 24 Morgen Land eine Hofstelle in Schütellobeke- eine Ortschaft zwischen Klein und Groß Lobke – sowie eine Silbermark. Als Gegenleistung erreichte er die Abtrennung der Everner Kirchengemeinde von der Mutterkirche in Lühnde.

Das Dorf war im Mittelalter ein ständiger Zankapfel zwischen den Herrschergeschlechtern und Kirchenbistümern. Seit 1386 dem Hildesheimer Domkapitel zugehörig gab es – besonders in der Reformationszeit - häufig Streitigkeiten mit dem protestantischen Lüneburger Landesherren. Dieser wollte 1534 die Reformation durchsetzen. Die Everner schlugen sich jedoch auf die Seite des katholischen Domprobstes und besuchten kurzerhand ein auswärtiges Gotteshaus. An diese Protestwege erinnert der ehemalige „Hillgenweg“, der heilige Weg von Evern in das Stift Hildesheim. Die starrsinnigen Einwohner hielten an ihrem Glauben nicht mehr als 1oo Jahre fest' Überliefert ist, dass 1665 beim Tod eines Hildesheimer Domprobstes die Glocken der Kapelle geläutet wurden. Erst bei Androhung einer Geldstrafe fügte sich die ,,gantze Eversche gemeine" dem Läutverbot der weltlichen Herren. Die Retourkutsche: Beim Ableben des Landesfürsten verweigerte man für ihn das Totengeläut.

Bis zu Beginn des 1B. Jahrhunderts existierte eine schlichte Kapelle ohne Bänke und Beichtstuhl. Die Baufälligkeit machte 1723 einen völligen Neubau erforderlich, der 1825 einem Großbrand zum opfer fiel. 1852 wurde die heutige Kapelle auf den Grundmauern ihrer Vorgängerin errichtet. In deren Schatten wurde in früheren Zeiten auch Tote begraben, die auf den Gottesacker der Kirchengemeinde unerwünscht waren.

Bischof Bruning

Bruning als 19. Bischof von Hildesheim
auf einem Gemälde mit Medaillondarstellungen
aller Hildesheimer Bischöfe bis zum Ende
des 18. Jahrhunderts; lateinische Inschrift:
„Mit vielen Tugenden geziert“.

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