Das 19. Jahrhundert

Seine wohl einschneidendsten Veränderungen erlebte der Ort im 19. Jahrhundert. Nach dem großen Brand wurden die typischen reetgedeckten Katen durch großzügige Fachwerkhäuser (siehe Hof Eichenkamp 1) ersetzt.
Aus den mittelalterlichen Gassen wurden breite Straßen. Nur die Sackgasse Rethmarsche Straße erinnert noch an die frühere enge Bebauung. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erhielten unter Regie des Ökonomierates Otto Haarstrich die Straßen Kopfsteinpflaster. Im Gedenken an Otto Haarstrich wurde auf dem heutigen Feuerwehrplatz ein Denkmal errichtet.

Gedenkstein an Otto Haarstrich auf dem heutigen Feuerwehrplatz
Gedenkstein am Feuerwehrplatz

Am 31. August 1898 wurde Evern an das elektrifizierte Überlandstraßenbahn-Netz angeschlossen. Die Straßenbahn fuhr ab diesem Zeitpunkt vom Nachbarort Haimar über Evern bis nach Hannover. Diesem Umstand verdankte der Ort nicht nur eine schnelle Verkehrsanbindung, sondern auch eine frühe Versorgung mit elektrischem Strom. Neben dem Personenverkehr war auch der Güterverkehr über die Schiene ein zur damaligen Zeit enormer Fortschritt. Eigens für den Güterumschlag wurde ein Abstellgleis auf dem heutigen Feuerwehrplatz verlegt. Die Straßenbahnlinie wurde im Jahr 1935 durch einen Busverkehr ersetzt. Bis auf einige Straßenveränderungen und die Siedlungen im südlichen Eichenkamp (1960er Jahre) und am Sportplatz (1980er Jahre) erhielt Evern sein heutiges Gesicht im 19. Jahrhundert.

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