Seit der Gebiets- und Verwaltungsreformreform im Jahre 1974 ist die ehemals selbständige Gemeinde Evern ein Ortsteil der heutigen Stadt Sehnde. Der Ort Evern gehört mit seinen ca. 570 Einwohnern zu den von der Kernstadt Sehnde, östlich gelegenen Gemeinden.

Zwischen dem Billerbach und dem Mittellandkanal macht der kleine Ort einen etwas verschlafenen Eindruck. Doch diese Wahrnehmung täuscht. Ein Blick hinter die Kulissen offenbart ein erstaunlich vielfältiges Dorfleben. Dieses wird auch durch die vielen Vereine des Dorfes, die die Traditionen pflegen, aber auch neues aufgreifen dargestellt.

Zahlreiche Dorfgeschichten werden kolportiert - zum Beispiel die Anekdote, wie die ehemalige Dorfkneipe Fasanenkrug zu ihrem Namen kam. In einer Sommernacht, so wird berichtet, saß eine kleine Gesellschaft noch spät abends bei geöffneter Tür beim Bier. Ein Lichtstrahl fiel auf die dunkele Gasse und lockte einen Fasan an, der sich auf die Damentoilette verirrte. Nachdem der Vogel seine Freiheit wieder hatte, wurde die Kneipe umgetauft.

Dorfkapelle Kapelle Evern

Schon im Mittelalter demonstrierten die Dorfbewohner, dass sie ihren eigenen Kopf haben. Das Dorf wechselte häufig den Besitzer und wurde periodisch dem katholischen Bistum Hildes­heim und dem evangelischen Fürstentum Lüneburg/Celle verpfändet. Die Lehnsherren bestimmten aber die Konfession ihrer Untergebenen, So wurde Evern in kurzen Abständen evangelisch und dann wieder katholisch, bis sie unter Strafandrohung wieder zwangskonvertiert wurden.

 Evern war früher ein typisches Haufendorf. Es gehörte der Familie von Saldern, deren Wappenbild, die Rose, sich im Ortswappen wieder findet.

Der große Brand im Juni 1825  hat nur wenige Häuser verschont, und das Ortsbild entscheidend verändert. Das Feuer bereitete sich mit großer Schnelligkeit aus. Hilflos mussten die Bauern zusehen, wie ihr Besitz in Schutt und Asche fiel. Beim Wiederaufbau wurde auf einen größeren Abstand zwischen den Häusern geachtet. Die alte Bausubstanz ging fast völlig verloren.

Der Ortsbürgermeister (Seit 1991 Konrad Haarstrich)  kümmert  sich um die Belange der Ortschaften Dolgen ; Evern ; Haimar . In dieser Amtszeit gelang eine Flurbereinigung mit vielen Freiflächen für Baum- und Strauchpflanzungen und im Zuge der Dorferneuerung eine ansprechende Gestaltung von Dorfplatz und Teich


Quellen:
Sybille Heine  Burgdorfer Anzeiger  Ausgabe 135      Di. 14.juni 2005

 

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